Sunday, November 27, 2005

Thanks Giving, Used Cars, Columbia

Moin mal wieder,

viel ist seit meinem letzten Blog-Eintrag nicht passiert, aber auch Kleinigkeiten wollen erwähnt werden, also was gibt es zu berichten?

Beinahe hätte ich mir schon einen richtigen amerikanischen Schlitten zugelegt, einen 1991er Lincoln Town Car. Ein Prof hier aus dem Physics Dept. (zufälligerweise der Mann meiner Visa-Sachbearbeiterin) wollte den verkaufen, war mit 1700 $ eigentlich ein Schnäppchen (für hiesige Gebrauchtwagenpreise, auch wenn die Karre schon 168000 Meilen drauf hatte). Die Testfahrt hatte einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Vor dem Kauf wollte ich den Wagen dann aber doch noch mal in einer Werkstatt checken lassen: Kostenpunkt 80$ für "unter die Haube gucken" und Abgasuntersuchung (letztere braucht man hier unbedingt, wenn man einen Wagen auf einen neuen Besitzer umschreiben lassen will). Der Anruf aus der Werkstatt war dann ziemlich enttäuschend: "Did you already buy that car?" - "No..." - "DON'T DO IT!". Wenn die mir keinen Bären aufgebunden haben (selber verkaufen sie aber keine Gebrauchtwagen), hätte ich wohl mindestens nochmal 1000$ reinstecken können, um den Wagen für die nächste "State Inspection" flott zu kriegen. Deren Fazit: die 80$ waren die beste Investition für diesen Wagen. Ich suche nun weiter in den Kleinanzeigen...

Diese Woche war auch Beginn der "Season", d.h. das Thanks Giving Wochenende (ab Donnerstag war hier frei) läutet die Weihnachtszeit ein. Mein Truthahn-Essen (ach ja, Richard: die Truthahn-Population auf dem Gelände hat sich seit Donnerstag nicht sichtbar verringert ;-) ) hatte ich aber schon das Wochenende vorher. Vom BNL-Hospitality Council organisiert: gab alles was dazu gehört von Turkey über Stuffing und Cranberry-Sauce bis zu Sweet Potatoes. Lecker!

Die Columbia-University habe ich nun auch kennengelernt, zumindest das dortige Physics-Dept.: wir hatten dort eines unserer Collaborations-Treffen. Mit den Details zu diesem Treffen verschone ich Euch lieber. Die Uni ist aber nett: ein grosser Campus mitten in NYC, nahe dem Central Park. Werde wohl öfters mal dahin fahren.

Friday, November 11, 2005

Lieferung...

Moin,

kaum zu glauben aber wahr: der Zoll hat meine Lieferung freigegeben! Damit haben meine Kartons dort länger zugebracht als die Überfahrt Hamburg-New York per Container gedauert hat. Und das ist den Kartons wohl nicht gut bekommen. Aber bis ich die Kartons überhaupt wieder hatte, war es noch mal spannend. Nach der Freigabe durch den Zoll hat sich die Speditionsfirma erstmal gemeldet: die Inspektion kostet nochmal schlappe 175 US-$ extra, ohne Kreditkartennummer keine Lieferung. Am nächsten Tag sollen dann die Kartons auch geliefert werden. Der Fahrer hatte sich dann auch kurz vorher nochmals per Telefon gemeldet und sich von meinem Bürokollegen (ich war gerade nicht im Büro) den Weg erklären lassen. Die nächste Info war dann (wieder per Telefon): Kartons schon ausgeliefert - Wo? - Physics Department, Your Building (es ist sehr schwierig mit jemandem zu telefonieren, dessen Englisch noch schlechter ist...) - An wen? - This indian guy, Dahruba.... Mehr Infos waren nicht zu erhalten. Nach ein paar Nachforschungen hier, bin ich dann dahinter gekommen, dass der Fahrer die Kartons wohl im Stockroom abgeliefert hatte. Da standen sie dann auch, aber hatten eben ein wenig gelitten:




Erstaunlicherweise sahen die Kartons am schlimmsten aus, auf die ich "Handle with care!" geschrieben hatte:




Hier hat dann auch noch jemand (Zoll, Dept. of Homeland Security?) schön säuberlich die obere Ecke rausgeschnitten. Dabei waren die Kartons weder zugeklebt noch verschnürt. Für die Extra-Gebühr hätte man schon etwas mehr Sorgfalt erwarten können, oder?

Aber die gute Nachricht, es scheint nichts zu fehlen oder beschädigt worden zu sein (habe das Geschirr noch nicht ausgepackt). Aber ein Tipp an alle: Umzugskartons per Europalette ist wohl nicht weiterzuempfehlen.

Ach ja, und wer den Schaden hat, braucht für den Spott bekanntlich nicht zu sorgen: als die Kartons dann bei mir vorm Büro rumstanden, konnte sich von den vorbeikommenden Kollegen natürlich keiner einen Kommentar verkneifen: "Mach mal lieber einen Zettel dran: 'Do not remove', sonst wird das noch entsorgt", "Ich hab auch noch Sperrmüll, kann ich den dazu stellen?",...

Was gab es noch: diese Woche habe ich meinen 5h-Pre-Licensing Course absolviert. Zum Glück waren es nur knapp 4 Stunden, aber davon die Hälfte dämliche Videofilme, alle aufgebaut nach bester "Hi, I am Troy McLure. You may know me from movies like ..." - Manier (für alle Nicht-Simpsons-Fans: drittklassige Schauspieler erklären einem, wieso Sicherheitsgurte sinnvoll sind und Fahren unter Alkohol und Drogen nicht so toll ist). Der blödsinnigste Titel war meiner Meinung nach: "The American Automobile Association welcomes you to: Driving under bad weather conditions", na danke für die Einladung...



Sunday, November 06, 2005

Ausflug in die City und anderes...

Moin,

gestern habe ich meinen ersten Ausflug nach NYC gemacht, dazu später mehr. Ansonsten gibt es noch ein paar andere Neuigkeiten zu erwähnen: da wäre einmal, dass ich nun mit meinen Fahrstunden angefangen habe, am Donnerstag hatte ich meine erste. Wenn das allerdings so weitergeht, werde ich mein erstes Speed-Ticket schon vor der Driver's License haben: der Fahrlehrer hat immer erst mit "Keep going. Accelerate" aufgehört wenn ich mindestens 40mph (ca. 65km/h) gefahren bin, wo 30mph erlaubt ist. Dass man das normalerweise so macht, war mir schon klar, nur in der Fahrschule hätte ich sowas nicht erwartet.... Nächste Woche geht es weiter mit Theorie und Praxis.

Ich habe jetzt auch einen Flug für Weihnachten/Neujahr nach Deutschland gebucht. Meine Umzugskisten stehen immer noch beim Zoll/Dept. of Homeland Security rum, jetzt schon zwei Wochen. Hoffentlich werde die diese Woche mal freigegeben.

Und jetzt zu meinem Ausflug nach New York City: mit der Long Island RailRoad ist man nach ca. 1.5h Stunden in der Penn Station angekommen. Ich habe dann mal die wichtigsten Spots abgeklappert (alle Bilder gibt es hier): Gleich um die Ecke ist das Empire State Building...


... von da dann über den Times Square den Broadway entlang...


... zum Central Park. Herrliche Herbstfarben! Und wirklich es ist Anfang November aber trotzdem T-Shirt Wetter: Sonnenschein und 70 Grad (Fahrenheit = 20 Grad Celsius).

Und nun ein Sprung an die Südspitze Manhattans: die Brooklyn-Bridge. Es gibt dort über der Fahrbahn einen Fuß- und Radweg.

Zum Abschluß: Blick auf Lady Liberty vom Battery Park aus.


Danach bin ich dann noch bei "Ground Zero" (offiziell: World Trade Center Site) vorbei. Damit hätte ich dann wohl die Standards abgeklappert. Die nächsten Ausflüge können dann für Shopping und Ausstellungen/Museen genutzt werden.