Sunday, October 11, 2009

Good Bye, USA

Nach insgesamt 4 Jahren in den USA bin ich seit Anfang Oktober nun wieder in Good Old Germany wohnhaft und zwar im Freistaat Bayern, genauer in Regensburg. Man hatte mir hier an der Uni eine permanente Stelle als "Akademischer Rat" angeboten.

Damit ist mit diesem Blog wohl auch (bis auf weiteres? Never say never...) Schluß. Wenn es einen Nachfolger "Enno in Bayern" oder so gibt, kommt hier aber ein Hinweis. Versprochen.

Die Zeit in den USA hat mir sehr gut gefallen, allen kleinen Tücken des Alltags zum Trotz. Im Moment bin ich gerade wieder dabei, mich hier einzugewöhnen: die Ladenöffnungszeiten kommen mir doch wieder sehr eingeschränkt vor, und waren die Supermärkte schon immer so klein und die Gänge so eng? Auf den diversen Ämter, bei denen ich mich hier zurück melden mußte, war dann auch wieder die unterschiedliche Service-Mentalität zu spüren. Nicht, dass man in den USA mehr erreicht, aber die Aussage, dass etwas so nicht geht, oder jenes Formular noch fehlt wird einem dort etwas netter präsentiert (ok, ok, vom notorisch grummeligen DMV-Personal mal abgesehen). Auch ist es sehr ungewöhnt, dass alle Bürotüren normalerweise geschlossen sind, und man wieder anklopfen muss. An die "offenen Türen" hatte ich mich auch schon sehr gewöhnt...

Also: Good Bye USA, Hello Bavaria!

Friday, September 25, 2009

Schluß mit Fahrspaß

Langsam heißt es Abschied nehmen von den USA. Heute habe ich nun schon einmal meinen 98er Ford Taurus verkauft, der mir über die Jahre doch lieb und teuer (vor allem letzteres) geworden ist. Insgesamt hatte der Wagen nun knapp 128,000 Meilen auf dem Buckel, von denen ich gut 40,000 gefahren bin.

Ein wenig Statistik gefällig? Im Monat bin ich durchschnittlich 898 Meilen gefahren, gekostet hat mich der Wagen am Ende insgesamt (ohne Versicherung, Anmeldegebühren etc.) gut 10,000$. Das macht (ohne Benzin) 25 Cent pro Meile oder 226$/Monat. (Zum Vergleich: Benzin hat mich hier ca. 15 Cent pro Meile gekostet.)

Ach ja, verkauft habe ich den Wagen übrigens an einen Gebrauchtwagenhändler. Viel Glück und Fahrvergnügen dem Pechvogel, der ihn dort kaufen wird.

Wednesday, August 26, 2009

The West

Nachdem Richard für ein paar Tage in Chicago vorbeigeschaut hat, haben wir uns zusammen aufgemacht, den Westen der USA zu erkunden. Da wir nur 8 Tage Zeit hatten, haben wir uns dabei auf Arizona, Nevada und Kalifornien beschränkt.




Hier gibt es eine Karte unserer Route.

Erster Tag: Flug nach Phoenix, AZ. Auf dem Weg zu den Red Rocks bei Sedona noch ein kurzer Zwischenstop bei Montezuma Castle, einer frühen Felsensiedlung. Danach dann die Red Rocks bei Sedona.

Zweiter Tag: Grand Canyon. Neben der beeindruckenden Kulisse hatten wir auch noch einen Überraschungsgast: Präsident Barack Obama hat einen Wochenendausflug mit Family and Friends dorthin unternommen und brauste in seinen schwarzen SUVs an uns vorbei.

Dritter Tag: Auf dem Weg nach Las Vegas haben wir noch den Aspen Peak im Hualapai Mountain Park erklommen. Abends dann als Kontrastprogramm Las Vegas Boulevard und Casinos...

Vierter Tag: Weiter zum Death Valley. Bei Temperaturen um 45 Grad C und darüber war wandern nicht empfehlenswert, aber der Wagen hatte ja zum Glück eine Klimaanlage (die auch nicht schlapp gemacht hat), so dass man alle Sehenswürdigkeiten anfahren konnte.

Fünfter Tag: Weiter Richtung Yosemite National Park, vorher noch ein Besichtigungsstop am Mono Lake, wo es interessante Tuffsteinformation gibt. Nachmittags dann die Soda Springs, Bridal Veil Falls und Giant Sequoia Trees in Yosemite.

Sechster Tag: Noch ein Wandertag in Yosemite: den Merced River entlang rauf zu den Vernal und Nevada Falls. Am Abend weiter Richtung Sonora, CA, unserer Zwischenstation auf dem Weg nach San Francisco, CA.

Siebter Tag: In San Francisco angekommen, sind wir natürlich zunächst die hügeligen Straßen rauf und runter zum Coit Tower gelaufen, und haben die Aussicht von dort genossen. Danach Chinatown, Downtown und weiter zum Pier und Fort Mason.

Achter Tag: Besuch des San Francisco MoMA, Spaziergang auf der Golden Gate Bridge (im Nebel), weiter nach Haight-Ashbury und zur Mission.

Letzter Tag: vor dem Rückflug hatte wir gerade noch Zeit, um zu den Twin Peaks zu fahren. Allerdings lag die Stadt immer noch im Nebel, so dass der Ausblick nicht sehr weit reichte.

Tuesday, August 11, 2009

Lollapalooza 2009


Am letzten Wochenende fand in Chicago im Grant Park das LOLLAPALOOZA 2009 Festival statt. Für den Sonnabend hatte ich mir ein Ticket besorgt und mir Constantines, Langhorne Slim, Arctic Monkeys, Lykke Li und Tool angehört.



Ach ja, mitten im Grant Park steht auch die Buckingham Fountain:


Na, wer erkennt die TV-Serie?

Tuesday, August 04, 2009

Lattice 2009: Peking

Dieses Jahr fand die "Lattice" (oder auf gut deutsch Gitterkonferenz) in Peking statt. Und da ich für einen Plenarvortrag eingeladen war, gab es auch ein gutes Argument um diese Dienstreise zu beantragen. Wer sich wirklich für die Konferenz interessiert, kann ja mal hier klicken.

Neben der Konferenz blieb auch noch etwas Zeit für Beijing selber über. Hauptsächlich wurden abends die verschiedenen Restaurants erkundet. Zum Glück war immer mindestens ein Chinesisch sprechender PostDoc dabei, so dass man auch etwas zu essen bestellen konnte. (Waren übrigens mehr als ein chinesischer PostDoc dabei, konnte dies schon mal zu längeren und bis heute unentschiedenen Diskussionen führen, was da nun eigentlich auf dem Tisch stand. Aber geschmeckt hat es trotz Unklarheiten und Mehrdeutigkeiten immer!) Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle die gebratene Peking-Ente: nach und nach wird einem die komplette Ente serviert: zunächst die durchaus fettige Haut, dann das eigentliche Fleisch (wobei übrigens auch der Kopf auf dem Tisch landet: ist aber nur für Fortgeschrittene im Umgang mit Stäbchen zu empfehlen, für den ungeübten ist es eine ziemliche Friemelei zwischen all den kleinen Knochen dort etwas essbares herauszubekommen.) Am Ende kommt dann noch die Brühe, worin die Reste ausgekocht wurden. Das Restaurant serviert übrigens bereits seit 1864 diese Köstlichkeit und zählt seitdem auch die Enten: ich habe von Ente Nummer 127056 gegessen. (Macht also ca. 2,5 Enten pro Tag...)

Ansonsten habe ich mir noch die Verbotene Stadt mitten in Peking angeschaut...



und einen Ausflug zur Chinesischen Mauer unternommen.



Mehr Photos gibt es hier.

Sunday, May 31, 2009

Wicker Park & Bucktown

Wicker Park & Bucktown ist eine nette Ecke in Chicago, mit vielen kleinen Cafes und Restaurants und netten Läden, die keiner großen Kette angehören. (Gut, es gibt den unvermeidlichen "Fourbucks", aber da muß man ja nicht unbedingt reingehen.)


Das ganze hat mich ein wenig an die Bedford Ave in Williamsburg, Brooklyn erinnert. Und das nicht erst als ich diesen Laden hier gesehen habe:



Modern Wing


Der Modern Wing des Art Institute ist vor einigen Wochen eröffnet worden. Gefällt mir sehr gut, man fühlt sich ein bißchen wie in einem "MoMA in klein", jedenfalls von innen.


Ein Wochenende in Deutschland

Maisha und Alex haben "Ja" zueinander gesagt!


Grund genug, um "mal eben" über den Atlantik zu fliegen, um die beiden zu feiern. Alles Gute Euch Zwei!



Sunday, May 10, 2009

Mogwai

Am Freitag haben Mogwai ein Konzert in Chicago, genauer im Congress Theater, gegeben. Die Vorgruppe (Twilight Sad) war so naja, dafür waren Mogwai umso besser.

Ungebremster Fahrspaß

Mein Taurus hat mich mal wieder im Stich gelassen. Diesmal in einem sehr unpassendem Moment. Beim Bremsen verschwand plötzlich der Druck vom Gaspedal. Glücklicherweise ist der Wagen dann doch noch gerade so zum Stehen gekommen, bevor ich auf den Wagen vor mir aufgefahren wäre. Dann wäre zu den Werkstattkosten (die Bremsleitungen sind so mir-nix-dir-nix undicht geworden) wohl noch einiges an Blechschäden plus Ärger mit Versicherung hinzugekommen. Danach habe ich den Wagen (langsam mit Warnblinker auf dem Seitenstreifen) gleich in die Werkstatt gebracht. Wie gesagt, Diagnose angerostete Bremsleitungen und natürlich gleich eine Liste mit anderen Dingen, die sie mir empfehlen würden auch demnächst zu erneuern. Als ich den Wagen allerdings im Januar das letzte Mal in der Werkstatt hatte, standen die Bremsleitungen nicht auf der Liste.

Der einzige Trost: ich bin hier nicht der einzige mit solchen Problemen: in der letzten Woche haben drei Autos (meines mitgerechnet) von PostDocs aus unserer Gruppe Mucken gemacht. Es scheint sich hierbei wohl um Car-Flu zu handeln...

Tuesday, April 14, 2009

Gänsepolizei

Es wird Frühling und damit fängt für einen Großteil der Bewohner des Fermilabs die Brutzeit an. Und zwar für die auf dem Gelände weitverbreiteten Kanada-Gänse (canadian goose), die irgendwie zu faul geworden sind und ihr Leben als Zugvögel an den Nagel gehängt haben und uns ganzjährig mit ihrer Anwesenheit erfreuen. Normalerweise kein Problem, wenn man aufpasst nicht in deren Ausscheidungen zu treten. Aber zur Brutzeit können die Viecher etwas aggressiver werden. Es soll schon Verletzte Zweibeiner beim FNAL gegeben haben, die auf der Flucht gestolpert sind, gezwickt wurden oder aus der Luft attackiert. Aber nun gibt es Abhilfe: die Geese Police Naperville... Kein Scherz, seht selbst:





Tuesday, April 07, 2009

Powder, Powder, Powder!

Skifahren war angesagt: und zwar in Aspen, Colorado! Ich habe mich Silvia angeschlossen, die einen Workshop in Boulder hatte und danach auch nicht (ganz) alleine die Pisten runtersausen wollte.



Wir haben uns in Denver auf dem Flughafen getroffen und haben uns dann mit dem Mietwagen auf den Weg in die Rockies gemacht. Allerdings hat uns gleich am Anfang ein heftiger Schneesturm überrascht, so dass man erstmal fast den Highway nicht mehr wiederfinden konnte und es nur im Schritttempo vorwärtsging. Aber glücklicherweise hörte der Sturm dann auch irgendwann auf, so dass wir es doch noch bis ins Aspen Meadows Resort geschafft haben, einer netten Hotelanlage, laut Eigenwerbung im Bauhaus-Stil errichtet mit allem drum und dran (sogar beheiztem Aussen-Lap-Pool).

Den ersten Skitag haben wir auf dem Buttermilk Mountain bei herrlichem Sonnenschein verbracht. Die beiden anderen Skitagen haben wir für Snowmass gebraucht, allerdings hatte es da wieder angefangen zu schneien. Da die Gebiete schön weiträumig sind und auch nicht allzuviel Betrieb war, waren wir meistens die einzigen auf der Abfahrt. Der Schnee war einfach herrlich: die meisten Pisten mussten nicht einmal präpariert werden, man konnte locker durch den Tiefschnee fahren. Leider haben die insgesamt drei Skitage nicht gereicht, um alle drei Skigebiete, für die unser Liftpass gültig war, abzufahren.

Die Bilder gibt es hier auch noch mal zum selber durchklicken.

Sunday, February 08, 2009

A boy (or a girl?) named Sue

Dieses Wochenende habe ich mal das Field Museum erkundet. Dort kann man unter anderem "Sue" bestaunen. Laut Eigenwerbung das weltweit größte und besterhaltenste vollständige Skelett eines Tyrannosaurus Rex.


Sieht aber trotzdem etwas alt aus.


Sunday, February 01, 2009

A New Start(er)

Die Aufbruchsstimmung ist da. Nachdem Barack Obama nun offiziell vereidigt ist, kann es ja losgehen. Die Inauguration haben wir übrigens bei der Arbeit alle dicht zusammengerückt vor dem PC im Cubicle unserer Sekretärin verfolgt. Es versteht sich natürlich von selbst, dass die Windy City auf "Chicago's own Barack Obama" besonders stolz ist.


Bei all dem Gerede von einem "new start" etc. wollte mein Taurus sich aber auch nicht lumpen lassen. Aber irgendwie ist da was falsch verstanden oder zu wörtlich genommen worden. Gestern ist er an der Tankstelle jedenfalls nicht mehr angesprungen und brauchte einen neuen Starter bzw. Anlasser. Ich glaube ja nach wie vor, dass Ford als einziger großer US-Autokonzern nur deshalb noch kein Geld aus Washington benötigt/beantragt hat, da deren Haupteinnahmen sowieso aus dem Verkauf von Ersatzteilen stammen und nicht durch den Absatz von Neuwagen erzielt werden...

Friday, January 16, 2009

Kältekammer

Ich dachte ja schon, kurz vor Weihnachten wäre es hier bitterkalt geworden. Kurz bevor ich in den Weihnachtsurlaub nach Deutschland geflogen bin, hatten wir Tiefsttemperaturen von minus 21 Grad C (auch tagsüber wurde es nicht wärmer). Aber das war noch nicht das Ende. Heute morgen zeigte das Thermometer schlappe minus 28 Grad Celsius oder minus 18.5 Grad Fahrenheit. Bisher dachte ich immer, ein Vorteil der komischen Fahrenheit-Skala wäre, dass man da im Alltag ohne Minusgrade auskommt. Nächste Woche soll es aber wieder so richtig warm werden mit Höchsttemperaturen um minus 3 Grad C. Es sieht ja auch alles nett aus, wenn die Sonne auf den Schnee scheint....


...wenn man es sich von drinnen aus anschaut. Ein Kollege hat uns beim Mittagessen übrigens schon mal vorsorglich die 30-30-30 Faustregel erklärt: bei minus 30 Grad C und einer Windgeschwindigkeit von 30 Meilen/Stunde erfieren ungeschützte Haut nach 30 Sekunden! Also gut einpacken.

Das neue Jahr habe ich dann auch gleich genutzt, um mich endlich (nachdem ich 3 Monate auf dem Trockenen saß) nach einem Schwimmbad umzuschauen. Das Pelican-Harbor klingt zwar ziemlich nach Spassbad (ist es auch hauptsächlich), aber es gibt auch Bahnen, die für's lap-swimming reserviert sind. Beim Fermilab gibt es leider nur einen Aussenpool, der im Moment auf Grund der Witterungsverhältnisse verständlicherweise geschlossen ist.

Und hier noch was aus Rubrik Wortwitzwochen, bitte nicht zu ernst nehmen. Aber jeden Morgen muss ich an diesem Schild vorbei um in mein Büro zu kommen.
Ich fühle mich dann immer persönlich angesprochen: "Employ EES only" ;-)